Neue Studie: Geschlechterbasierte Gewalt an Hochschulen und Forschungseinrichtungen - gmr.lbg.ac.at, 01.12.2025
Eine Status quo-Erhebung von Maßnahmen und Unterstützungsangeboten im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF)
Das von Expertinnen des LBI-GMR durchgeführte Forschungsprojekt zeigt deutlich, dass geschlechterbasierte Gewalt im akademischen Umfeld ein strukturelles Problem bleibt: Schutzstrukturen unterscheiden sich stark, Verfahren sind häufig unklar und insbesondere Studierende verfügen nicht überall über ein einheitliches rechtliches Schutzniveau.
Die Ergebnisse wurden am 1. 12. 2025 bei einer Pressekonferenz im BMFWF von Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner gemeinsam mit Johanna Blimlinger und Katrin Wladasch, Forscherinnen des LBI-GMR, präsentiert. Die Ministerin betonte, dass einige zentrale Empfehlungen der Studie bereits in zwei nationale Aktionspläne eingeflossen sind – darunter ein bundesweiter Code-of-Conduct-Rahmen und verbindliche Mindeststandards für Gewaltschutzkonzepte – und nun schrittweise umgesetzt werden.
Die Studie zeigt unter anderem:
• deutliche Unterschiede bei Regeln, Zuständigkeiten und Anlaufstellen,
• mangelnde Transparenz und geringe Meldebereitschaft,
• persistente patriarchale Machtverhältnisse und fehlende einheitliche Verfahren,
• hohen Bedarf an Prävention, Sensibilisierung und klaren Verantwortlichkeiten. ...
Autorinnen: Johanna Blimlinger, Katrin Wladasch, Constanze Pritz-Blazek, Sabine Mandl, Edith Riegler