Geplante Universitätenfinanzierung der Regierung für 2028-2030: Nur knapp 16 statt der von der uniko geforderten 18 Mrd - somit real etwa -10% zum Status Quo!

Update vom 19.10.: Die Details zum von der Regierung am Samstag, den 17.10., bekannt gemachten Universitätenbudget für 2028 bis 2030 liegen noch nicht vor. Dieses geplante Budget ist jedoch als katastrophal zu beurteilen! Der Status Quo bedeutet (vermutlich): inkl. etwa 300 Mill Ärztegehälter(erhöhung) für die drei medizinischen Universitäten in Wien (AKH), Graz und Innsbruck, zudem inkl. Finanzierung der I:TU in Linz (so genannte "Digitaluni", die auf politischen Druck des damaligen Kanzlers Kurz und des oberösterreichischen Landeshauptmannes neben der Universität Linz etabliert wurde und schon in der Grundungsphase die damalige Ministerreserve von vermutlich weit über 100 Mill zulasten der restlichen Universitäten in Anspruch genommen hatte; dies obwohl Gründung mit eigens geschaffenem Bundesgesetz und Nicht-Geltung des UG und KV der Universitäten), zudem soll nunmehr auch der FTI-Pakt wohl in den 16 Mrd enthalten sein (unklar: jährlich, wie schon 2026, 150 Mill?). Dazu Folgendes: Im Jahr 2026 hatten die Universitäten einmalig zugestimmt, Budgetkürzungen in der laufenden Leistungsvereinbarungsperiode von 150 Mill für FTI-Zahlung zuzustimmen. Nunmehr hat die Regierung bzw. die Ministerin ihre damalige schriftliche Zusage an die uniko ad absurdum geführt und auch die FTI-Finanzierung ist in den 16 Mrd enthalten! In den 16 Mrd sind zudem keine Preissteigerungen/Inflation (Inflation lag bspw. Im September bei 3,6% - siehe hier) etc. berücksichtigt.
In der unten verlinkten OTS-Pressemeldung des ULV vom 19.10. ist zudem völlig zurecht erwähnt, dass die GÖD-Spitze schon bei den Verhandlungen der Gehälter für 2026/2027 dem Sparkurs der Regierung stark - und dies zulasten des Universitätspersonals - entgegen gekommen war. Nunmehr wiederum so massive Kürzungen hinnehmen zu müssen, war so nicht nicht vorgesehen und stellt einen massiven Vertrauensbruch dar!
Die uniko (Rektor*innenkonferenz/der Dachverband) ging davon aus, dass der Status Quo der Universitäten nur mit 18 Mrd für die Jahre 2028 bis 2030 aufrechterhalten werden könne.
Was heißt das nun vermutlich für die Leistungsvereinbarungen (LV) von 2028-2030 (Verhandlungssttart ab 01.11. nach Fixierung des Universitätenbudgets bis 31.10. - Abschluss der LV-Verhandlungen aller Universitäten bis Ende des Jahres)?: Da an den Universitäen etwa 80% des Budgets für Personal gebunden ist, bedeutet das nach dzt. Information vermutlich  reale Personalkürzungen von mind. 10%, d.h. I.d.R. Nicht-Nachbesetzungen, Auslaufenlassen befristeter Verträge im Wissenschaftsbereich, ggfs. auch Kündigungen unbefristeter Verträge. Uniko-Präsidentin Hütter hat in einer heutigen Pressekonferenz von österreichweit etwa 6.800 Stellen gesprochen. Das (vermutlich) zusätzlich zu den an den meisten Universitäten schon im Sommersemster 2026 gestartetem Budgeteinsparungskurs.
Unten stehend die neuesten Pressemeldungen. - Für Do, den 22.10. sind Proteste in Wien geplant - Informationen in Kürze! Hier der Protestaufruf der TU Wien (= Auisgangspunkt des Protestes)!
Soweit zum derzeitigen leider unerfreulichen Stand der Dinge...
Beste Grüße und alles Gute,
Ulrike Hugl

19. Okt. 2026
2. Okt. 2026